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Fachsprache Mathematik

Sprachförderung im Mathematikunterricht

unter besonderer Berücksichtigung der sprachlichen Probleme von Kindern im Zweitspracherwerb

 

Aufgrund der zunehmenden Spracharmut vieler deutschstämmiger Kinder, aber auch vieler Kinder mit Migrationshintergrund hat es sich unsere Schule zur Aufgabe gemacht, diesen Tatbestand näher zu betrachten und darauf auch im Rahmen des Mathematikunterrichts zu reagieren.

Dabei stehen folg. Schwerpunkte im Vordergrund:

 

  • Sprachliche Anforderungen im Mathematikunterricht (Lehrplan)

  • Die Sprache in der Schule

  • Sprachprobleme bei Kindern nichtdeutscher Herkunft

  • Ziele der fächerübergreifenden Sprachförderung

  • Unterstützungsmaßnahmen im Unterricht

  • Gezielte Sprachübungen

 

 

Die Fachsprache erweist sich für viele Kinder – insbesondere auch für Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache – als zusätzliche Verstehensbarriere

Die strukturellen Unterschiede zwischen dem Deutschen und den Familiensprachen der Kinder führen als sogenannte spezifische Interferenzen zu objektiven Lernschwierigkeiten für die Kinder mit anderer Familiensprache.

Sprachvergleichende Betrachtungen können hier das Verständnis und die Bearbeitung manchmal scheinbar unerklärlicher Fehler erleichtern.

Ziel ist es, die alltagskommunikativen und die fachsprachlichen Kompetenzen so zu erweitern, dass das differenzierte Verstehen und Darstellen von Sachverhalten erweitert wird und die sprachlich bedingten Lernhemmnisse abgebaut werden.

Das ist besonders erfolgreich, wenn die sprachliche Förderung im Zusammenhang mit den übrigen Unterrichtsfächern stattfindet als leitendes Prinzip des gesamten Unterrichts.

 

 

Folg. Unterstützende Maßnahmen wurden von unserem Lehrerkollegium im Rahmen einer mehrtägigen Konferenz dafür zugrunde gelegt.

 

  • Vorbild Lehrersprache

Die Sprachsensibilität des Lehrers wirkt sich positiv auf den Lernerfolg der Kinder aus

Sprachförderung im Mathematikunterricht beginnt mit der geplanten, vorbildhaften Sprachverwendung seitens der Lehrkraft

 

  • Sprachliches Korrektiv

Schaffung von Gesprächssituationen im Unterricht, denn Sprachfreien Mathematikunterricht darf es nicht geben!

 

  • Erarbeitung eines Wortspeichers

Hier wurden –ebenfalls in Konferenzen- auf der Grundlage des Lehrplans Mathematik zu verschiedenen Themenbereichen Wortfelder festgelegt und in den Klassen 1 – 4 verankert. Aus dem Wortspeicher zu Klasse 1 folgen drei Beispiele:

 

Beispiel 1: Themenbereich „Zahlenmauern“:

Folgende Wörter sollen die Kinder bei der Behandlung dieses Themas in Klasse 1 lernen: Zahlenmauer, Grundstein, Zwischenstein, Deckstein, links, rechts Mitte , oben, nebeneinander, unten, Reihe, plus, minus, Ergebnis

 

Beispiel 2: Themenbereich „Minusaufgaben“:

Hier sind folgende Wörter als Lernwörter deklariert: wegnehmen, weniger werden, legen, sprechen „8 minus 2 (ist) gleich 6“

 

Beispiel 3: Themenbereich „Wendekarten“:

Lernwörter: Zahlenmuster, erkennen/fortsetzen, setze die Reihe fort, mehr, weniger, um wie viel, Unterschied, unterscheiden

 

  • Angebot sprachlicher Hilfen als Unterstützung im Unterricht durch

-Satzanfänge

-Lückentexte

-Auswahlwortschatz

-Auswahlantworten

-Vorbildtexte

 

 

Wir glauben, dass wir den Erwerb schwieriger Formen bzw. die Entfaltung zum normgerechten Sprachgebrauch nur dann unterstützen können, wenn wir schematische Übungen in den Unterricht mit einfließen lassen, und zwar von Anfang an.

 

 

Wenn Sie interessiert sind, sich den Mathematikunterricht an unserer Schule anhand o. g. Beispiele anzuschauen, laden wir Sie gerne ein und bitten darum, mit der Schule Kontakt aufzunehmen.

 

Die Schulleitung